Die Urgötter von Oth
In der Universumsblase von Oth sind die Götter nicht bloß Glaubenssymbole oder Gestalten, die in Tempeln verehrt werden. Sie sind uralte Mächte, ursprüngliche Kräfte, die die Geschichte ihrer Welten und das Schicksal der dort lebenden Wesen geprägt haben.
Im Zentrum von Glauben, Furcht und Legenden stehen drei Namen. Ilyndra, die Göttin des Lichts; Khariel, der Herr des Gleichgewichts; Vorrak, der Gott des Bösen.
Die Urgötter greifen nur selten in die Angelegenheiten der Sterblichen ein. Ihre Macht ist spürbar, doch den Sterblichen bleiben sie fern.
Den Sterblichen näher sind dagegen die Herolde, niedere Gottheiten, die jeweils einem der drei Urgötter verbunden sind.
Sie gelten als Emanationen, Kinder oder Diener der Urgötter und wirken dort, wo diese sich nicht unmittelbar zeigen. Sie führen, beobachten, bestrafen und lenken den Lauf der Ereignisse.
Ilyndra, Göttin des Lichts

Der Kult Ilyndras steht für Hoffnung, Schutz, Mut und dem Kampf gegen die Finsternis verbunden. Die Aegis kämpfen in ihrem Namen, ihre Gläubigen bitten sie um Führung, und in den Reichen der Allianz gilt sie als stärkstes Bollwerk gegen die Finsternis.
Wen sie für würdig erachtet, dem offenbart sie Zeichen, Warnungen oder Bruchstücke der Wahrheit. Die Last der Entscheidung nimmt sie ihm jedoch nicht ab. Ihr Wille zeigt sich in Visionen, Omen und Ereignissen, deren Bedeutung die Sterblichen selbst deuten müssen.
Wer behauptet, sie im Traum gesehen zu haben, beschreibt sie als junge Frau von übermenschlicher Schönheit, umhüllt von goldenem Licht, mit langem blondem Haar und einem Blick, der zugleich Trost und Ehrfurcht einflößt.
Khariel, Herr des Gleichgewichts

Khariel ist der Herr des Gleichgewichts und des Maßes, die verhindern, dass die Wirklichkeit im Chaos oder im Übermaß versinkt. Sein Reich gehört weder vollständig dem Licht noch dem Schatten. Er wacht über Konstanten, Zyklen, den Lauf der Zeit und die tiefen Strukturen, die Oth zusammenhalten.
Seine Herolde hüten die kosmische Ordnung. Einer von ihnen ist Alyr. Er wacht darüber, dass die Konstanten der Zeit bestehen bleiben und nicht verändert werden.
Der Kult Khariels wird häufig mit Respekt, Furcht und Misstrauen betrachtet, denn Gleichgewicht ist nicht immer gleichbedeutend mit Barmherzigkeit.
Vorrak, der Gott
des Bösen

Vorrak ist der Gott der Finsternis, des Schreckens und der Zerstörung. Die Legenden erzählen von einer Macht, die Menschen mit dem Versprechen von Macht, Unsterblichkeit und Herrschaft verführt. Wo sein Einfluss Wurzeln schlägt, bricht die Erde auf, Völker werden unterworfen und die Angst wird zum Gesetz.
Von den drei Urgöttern greift Vorrak am häufigsten selbst in die Angelegenheiten der Sterblichen ein. Während Ilyndra führt und Khariel über das Gleichgewicht wacht, sucht Vorrak nach Rissen, Schwächen und Begierden, die er für seine Zwecke nutzen kann.
Mit ihm verbunden sind die Schattenweiten, ihre Horden, die dunklen Magier und jene Kreaturen, die durch seinen Willen erschaffen oder ihm unterworfen wurden. Seine Herolde und Diener bringen den Sterblichen keine Erlösung, sondern Hunger, Albträume und Untergang.
In den Reichen des Lichts spricht man seinen Namen nur leise aus. Er gilt als Sinnbild einer absoluten Bedrohung, einer Wunde, die selbst die Zeit niemals heilen konnte.






